LUDWIG OBST, Tenor

Ludwig Obst

© Jeremy Knowles

Der in Berlin lebende Tenor Ludwig Obst ist sowohl im Opern- als auch Konzertbereich tätig. In der Spielzeit 2025/26 übernahm er u.a. bei den Landesbühnen Sachsen die anspruchsvolle Partie von Graf Rudolph in Carl Maria von Webers Silvana und kehrte im Rahmen der Telemann-Festtage gemeinsam mit der Akademie der Alten Musik Berlin mit Otto von Telemann/Händel an das Theater Magdeburg zurück. Vor zwei Jahren debütierte er dort bereits mit Telemanns Sieg der Schönheit. Diese Produktion ist kürzlich als Ersteinspielung bei cpo rausgekommen. 
Ludwig begann seine Ausbildung beim Tölzer Knabenchor und studierte danach Gesang an der Hochschule für Musik Berlin und Guildhall School of Music & Drama London. Zu seinen Lehrern gehörten Bernd Riedel, Sami Kustaloglu und Wolfram Rieger. Derzeit wird er von Peter Sefcik gecoacht. Engagements führten ihn u.a. an die Berliner Philharmonie, die Händelfestspiele Halle, die Internationalen Gluck-Festspiele, die Festwochen der Alten Musik Innsbruck sowie an die Theater Münster (Il Giasone von Cavalli & Doktor Ox von Offenbach), Ingolstadt (Il trionfo von Händel) und Chemnitz. Er ist Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg, Stipendiat mehrerer renommierter Förderinstitutionen, wie der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des Deutschen Musikrates sowie des Landes Berlin. Außerdem ist er Gründungsmitglied von tutti d*amore, dem Berliner Kollektiv für zeitgenössische Oper*ette, das sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe der freien Musiktheaterszene Berlins entwickelt hat. So entstand 2025 in Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin AB IN DEN RING!, ein Operetten-Festspiel nach Oscar Straus’ Die lustigen Nibelungen. Neben seiner sängerischen Tätigkeit studierte Ludwig Theaterwissenschaft an der FU Berlin und widmet sich eigenen Regiearbeiten. So entstand u.a. das queere Cabaret LILA LIED, das nach ausverkauften Vorstellungen im Berliner Club SchwuZ ins Kleist-Forum Frankfurt/O. eingeladen wurde.